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   Geschichte der
 Burg Frankenstein

 

Frankenstein

 

 

 

Die Geschichte der Burg Frankenstein
Kurzfassung von Erwin Grasmück

Im Jahre 1146 wird urkundlich der Edelfreie Mann [ingenius vir] Helenger von Frankenstein als Zeuge in einem Gerichtsverfahren erwähnt. Dies ist die erstmalige Nennung des Namens Frankenstein. Historiker vermuten, dass die Anfänge der Burg schon vor diesem Datum gesucht werden können. Die Grafen von Leiningen als Schutzvögte des Klosters Limburg ließen dann, zu Beginn des 13. Jahrhunderts, die Burg ausbauen und erweitern. Sie diente vornehmlich zur Sicherung der durch das enge Tal führenden Handels- und Verkehrswege. Die Grafen besaßen bereits das Geleitsrecht [Recht der Kontrolle einer Straße und Pflicht der Sicherung. des Ausbaues und der Reparatur sowie die Pflicht des sicheren Geleites auf der Straße durchziehender Kaufleute u.s.w.]. In den Jahren 1204 - 1231 werden die Ritter Marquard, Friedrich und Helenger von Frankenstein urkundlich genannt. Sie waren ,,ministeriales et castellani“, d.h. Verwaltungs- und Burgleute. Das Geschlecht derer von Frankenstein stirbt um 1340 aus.


Die Spaltung des Leininger Grafengeschlechtes im Jahre 1377 bringt neue Besitzer auf die Burg. In einem bedeutsamen Teilungsvertrag aus dem Jahre 1418 wird exakt festgelegt, welche Bauteile der Burg an die drei Besitzer: Graf Emich von Leiningen, die Herren von Einselthum und die Grafen von Nassau-Saarbrücken aufgeteilt werden und welche als Gemeinbesitz der Ganerben [die Vorgenannten gemeinsam] verbleiben sollen. 

Man nimmt an, dass die Burg im Jahre 1482 erstmals zerstört wurde, doch war sie im Jahre 1504, trotz Kriegsschäden, zumindest teilweise bewohnt. Im Bauernkrieg wurde sie 1525 weiter zerstört. Ab dem Jahre 1560 galt sie als unbewohnbar.

(Bild links: Rekonstruktion der Burg Frankenstein um 1500 nach Hartung, gezeichnet von Erwin Grasmück) 

Es ist nachgewiesen, dass in der Schlosskapelle im Jahre 1703 Gottesdienst für französische Besatzungssoldaten abgehalten worden war. Die Kapelle musste demnach noch in brauchbarem Zustand gewesen sein. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts gab es oft Besitzerwechsel auf der Burg, so waren unter anderem auch die Herren von Wallbrunn und letztendlich wiederum die Leininger Grafen die Eigentümer. Das Land Rheinland- Pfalz ist der derzeitige Besitzer des gesamten Burggeländes.

Nach verschiedenen kleineren Erhaltungsarbeiten wurde die Ruine in den Jahren 1988/89 großzügig restauriert, wobei die Fundamente einer bislang unbekannten Schildmauer hinter dem Hausgraben freigelegt wurden. Von kulturhistorischer Bedeutung ist der Kapellenbau mit seinem Erker. Die Burgruine ist nach wie vor ein gern besuchtes Ausflugs- und Wanderziel, von dessen halbrunder Aussichtsplattform sich dem Beschauer ein sehenswerter Anblick des tief im Tal liegenden Dorfes darbietet.

Burgführung

 

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